Stempel selberschnitzen? So gehts!

Es gibt ja viele Sachen, die man gerne mal selbst ausprobieren möchte. Stempelschnitzen war genau so eine Sache für mich.
Ich weiß garnicht mehr, wann ich den ersten Stempel selbst gemacht habe. Bestimmt war es aber wie meistens: Kaum hatte ich den Entschluss gefasst, bin ich in den nächsten Bastelladen gerannt und habe mich mit Material eingedeckt. Was ich aber noch sicher weiß ist, dass ich mir zuerst Linolplatten zu meinem Schnitzwerkzeug dazu gekauft habe – ein Fehler, kann ich euch sagen!

Mit welchem Material ich mittlerweile rundum zufrieden bin und wie einfach Stempel Selbermachen ist, das zeige ich euch jetzt.

Das Material:

Besonders gut finde ich am Stempelschnitzen, dass man nur wenig Material benötigt, um damit loszulegen.
Mit einem
– Schnitzwerkzeug-Set
Stempelgummi (z. B. von Factis)
– Stempelkissen für Papier oder Stoff (z. B. von Tsukineko)
seid ihr schon bereit und könnt direkt loslegen.
Lediglich Bleistift und Transparentpapier können euch die Arbeit noch erleichtern, wenn ihr euer Motiv auf das Stempelgummi übertragen wollt. Besonders für Schriftzüge, Buchstaben oder Zahlen ist das sehr hilfreich.
Ahja, und etwas zum darauf drucken, also Papier (auch Schmierpapier), Karten, Geschenkanhänger oder Stoff wären natürlich noch toll!

So, und wie geht das jetzt?

1. Zeichnet das Motiv mit dem Bleistift auf Transparentpapier oder paust es von einer Vorlage ab. Lasst dabei ungefähr 1 Zentimeter Platz zum Rand des Stempelgummis.
Denkt daran: Der fertige Stempel druckt euer Motiv spiegelverkehrt. Das ist besonders bei Buchstaben, Schriften oder Zahlen wichtig! Und: Alles, was ihr aus dem Stempelgummi rausschnitzt, wird später nicht gedruckt. Alle Linien und Flächen, die stehen bleiben, werden auch gedruckt.

2. Legt das Transparentpapier mit der Bleistiftseite nach unten auf das Stempelgummi. Reibt dann z. B. mit dem Finger über das Papier. Haltet es dabei gut fest! Überprüft, ob alle Linien gut sichtbar übertragen wurden, indem ihr das Transparentpapier vorsichtig anhebt.
Gut zu wissen: Ihr könnt das Motiv auch frei Hand mit dem Bleistift direkt auf das Stempelgummi zeichnen – aber wieder dran denken: was ihr aufmalt, wird spiegelverkehrt gedruckt!
Wenn das Motiv beim Übertragen oder generell nicht geworden ist: Einfach die Rückseite des Stempelgummis verwenden!

3. Jetzt wird geschnitzt! Haltet das Schnitzwerkzeug locker in der Hand, in etwa so, wie ihr einen Stift haltet. Bitte beachtet: Man schnitzt immer von sich weg! Das Stempelgummi haltet ihr am besten immer hinter der Schnittrichtung der Klinge fest. Beim Ändern der Richtung oder bei runden Linien dreht ihr das Stempelgummi und nicht die Hand mit dem Schnitzwerkzeug.

Gut zu wissen:

Beim Schnitzen drückt man die Klinge mit leichtem Druck in die Stempelplatte. Je fester man drückt, desto breiter wird der Schnitt.
Beginnt mit der feinsten Klinge und arbeitet danach mit der nächstgrößere Klinge, um weiteres Stempelgummi wegzuschnitzen. Je seltener ihr dabei absetzt, desto glatter wird der Rand.
Wollt ihr noch mehr Stempelgummi entfernen, dann nehmt ihr dafür wiederum die nächstgrößeren Klingen. Der Stempel ist dann fertig, wenn überall dort das Stempelgummi ausreichend weggeschnitzt wurde, wo später nichts gedruckt werden soll.

Der fertige Stempel

Ist der Stempel fertig, kann man ihn mit einem Messer oder Skalpell aus dem Stempelgummi ausschneiden.
Manchmal ist es ganz hilfreich, den Stempel gemäß seiner Form auszuschneiden, wie die beiden hier auf dem Bild.
Bei kleinen Stempeln oder Stempeln mit kleinen Details ist es vielleicht besser, rundherum mehr vom Stempelgummi zu belassen und sie stattdessen kreisrund oder rechteckig auszuschneiden.

Wer möchte, kann die fertigen Stempel mit doppelseitigem Klebeband auf einen Holzklotz kleben, so lässt es sich einfacher und gleichmäßiger Stempeln.

Probedrucken

Wenn ihr den fertigen Stempel in den Händen haltet, kribbelt es euch bestimmt auch schon in den Fingern, oder?
Ich kann es meist kaum abwarten, endlich zu sehen, wie es gestempelt aussieht!
Dazu könnt ihr entweder mit dem Stempelkissen den Stempel mit Farbe betupfen oder ihr drückt den Stempel in das Stempelkissen.
Nehmt euch ein Stück Schmierpapier – und staunt und freut euch über das Ergebnis!

Gut gemacht!
Und jetzt gleich weitermachen, denn Stempel kann man nie genug haben…

Das passende Set zum Thema

In meinem Onlineshop findet ihr genau das passende DIY-Set fürs Stempelschnitzen, schaut es euch doch mal an.
Es enthält alle Materialien, die ihr benötigt, nämlich

  • das Schnitzwerkzeug (Griff und fünf Klingen im Stoffbeutel – lässt sich super bedrucken!)
  • Stempelgummi
  • Transparentpapier
  • eine ausführliche Anleitung und zwei Seiten mit Motivideen

Passende Stempelkissen findet ihr auch bei mir, und zwar hier die Stempelkissen für Papier und hier die Stempelkissen für Stoff.

Wer möchte, kann hier gleich noch mehr vom unfassbar guten Stempelgummi dazu bestellen.

Keine Idee…?

Ach, ihr möchtet gerne sofort mit dem Stempelschnitzen loslegen – wisst aber nicht, was ihr stempeln sollt?
Schaut doch mal auf meinem Pinterest-Profil vorbei, vielleicht findet ihr da das passende Projekt.
Oder überlegt euch, welches Fest als nächstes ansteht.
Ein Geburtstag? Schnitzt Luftballons, Kerzen oder eine Geburtstagstorte.
Weihnachten? Schnitzt Tannenbäume, Weihnachtskugeln oder schöne Sterne.
Ostern? Schnitzt eine Henne, viele Eier oder Frühlingsblumen.

Das Tolle? Mit der Zeit werdet ihr bemerken, dass sich eure Stempel auch ganz wunderbar miteinander kombinieren lassen.

Viel Spaß!

Ich wünsche euch ganz viel Spaß, bei eurem neuen Hobby… und wenn euch mein Beitrag geholfen und gefallen hat, dann hinterlasst mir doch gerne eine Nachricht – ich freu mich jetzt schon, von euch zu hören!

Auf eure Kreativität!
Liebe Grüße, Antje

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